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Bericht vom 42h-Training - Teil IV

30 Karate-Kids verbrachten 42 erlebnis- und abwechslungsreiche Stunden im vereinseigenen Dojo

Es begann im Jahr 2008, als sich aus einer spontanen Idee heraus das originelle "24-Stunden-Training" zu einer Vereinsaktion entwickelte. Die große Begeisterung und das von den Karate-Kids sehr positive Feedback führte dazu, dass bald danach die "kurzen" 24 Stunden zu einem "42-Stunden-Training" ausgedehnt wurden.

Das engagierte Jugendtrainerteam ermöglichte die Durchführung des 42-Stunden-Trainings, das so mit wechselnden Themenschwerpunkten Jahr für Jahr fortgesetzt werden konnte. Das gut eingespielte Betreuerteam besteht derzeit aus Boris Heugel, Martina Schmuck, Christopher Mack, Laura Stockinger und Umar Welt.

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Am 42-Stunden-Training Teil IV (30.9.–2.10.2011) nahmen insgesamt 30 Karate-Kids im Alter von 7–15 Jahren teil. Es waren vom Gelb- bis hoch zum Braungurt alle Kyu-Grade zahlreich vertreten. Selbstverständlich wurde nicht die ganze Zeit über nur Karate trainiert, sondern auch viele weitere Programmpunkte umgesetzt. Eine solche Aktion stärkt in besonderem Maße die Gemeinschaft und den Teamgeist – nach dem Motto: 42 Stunden gemeinsam erleben, gemeinsam trainieren und gemeinsam Spaß haben. In diesem Sinne gab es auch für jeden ein einheitliches T-Shirt mit Vereins-Emblem.

Auf dem Programm standen vier Trainingseinheiten Karate, ein Kinder-Fitness-Test, Hindernis-Parcours, Selbstbehauptung – getrennt für Mädchen und Jungen, ein Spiele-Abend mit Gesellschaftsspielen, ein Film-Abend sowie gemeinsame Mahlzeiten morgens, mittags und abends sowie Stärkungspausen.

Im Vorfeld mussten organisatorische Arbeiten geleistet werden, die nur mit einem beständigen Team aus Trainern und Eltern bewältigt werden konnte. So übernahm der Jugendleiter sowohl verwaltungstechnische Aufgaben als auch die Planung des Programms und der Trainingsinhalte, während sich das eingespielte Eltern-Team der Karate-Jugend als bewährtes Küchenhelferteam in die Aktion einbrachten.

Freitag, 30.09.

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Am Freitag standen ab 16 Uhr für die Kids die Halle offen. Nach und nach trudelten die ersten Teilnehmer ein, um sich dem Aufbau ihres Bettenlagers für die nächsten zwei Tage zu widmen. Ebenso wurde der aushängende Zeitplan für die nächsten 42 Stunden neugierig erkundet.  Mit Beginn der ersten Trainingseinheit um 17 Uhr startete die Aktion offiziell. Nach einem gemeinsamen Angrüßen durch die fünf Trainer, wurde die Gruppe für die nachfolgenden Karate-Einheiten aufgeteilt. So machten sich die höheren Gurte ab 6. Kyu auf den Weg in die KiTa-Sporthalle, während die Gelb- und Orangegurte in der örtlichen Halle trainierten. Trainingsinhalt für das Wochenende war das Erlernen einer neuen, höheren Kata. Die Unterstufe versuchte sich an Heian Godan und die Mittel-/Oberstufe erlernte Empi ("Flug der Schwalbe"). Nach einer guten Stunde rauchten die Köpfe der Kids. Es war Zeit für das gemeinsame Abendessen, das unser bewährtes Küchenteam liebevoll zubereitete. Jeder ließ es sich kräftig schmecken bei Ofenkäse mit Preiselbeeren, Brot, Wurst, Käse sowie frisch angerichtetem Salat und Gemüse. Die Pause tat allen gut, sodass alle heiß auf den nächsten Programmpunkt waren – den Kinder-Fitness-Test. Sportstudent Christopher stellte acht Stationen zu einem kindgerechten Fitness-Test zusammen, den die Kids am Sonntag absolvieren. Im Vorfeld wurden die unbekannten Stationen vorgestellt und in der Gruppe erprobt. Nach den schweißtreibenden Anstrengungen war Duschen angesagt. Zum Ausklang des Abends hatten die Karate-Kids die Wahl zwischen drei Möglichkeiten. Die Großzahl entschied sich dafür in der kleineren Halle (bei ihrem Bettenlager) einen Animationsfilm zu schauen. Ein paar andere hatten noch Energie, um sich in der großen Halle auszutoben und wiederum ein paar der etwas Älteren durften im separaten Besprechungsraum einen altersgemäßen Film sehen. Die Zeit verging rasch und es wurden schließlich alle müde, sodass um 23:30 Uhr das Licht ausgeschaltet werden konnte.

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Samstag, 01.10.

Früh morgens um 7:30 Uhr wurden die Kids mit sanfter Musik geweckt. Da dies keine Erholungs-Freizeit sondern eine "Trainings-Aktion" ist, ging es noch vor dem Frühstück mit der zweiten Trainingseinheit weiter. Die Trainingsinhalte des Vortages wurden wiederholt und intensiviert. Als Belohung ließ eine knappe Stunde später das wohl verdiente Frühstück.auf sich warten. Im Anschluss stand Selbstbehauptung für die Mädchen und "Ringen, Rangeln, Raufen" für die Jungs an. Beide Gruppen waren begeistert und mit vollem Einsatz dabei. Zwischendurch standen den Kindern immer mal wieder Zeitfenster zur eigenen Freizeitgestaltung zur Verfügung. Manche lasen ein Buch, einige spielten Gesellschaftsspiele und der ein oder andere nutzte die Zeit, um ein bisschen Schlaf nachzuholen. Um 12:30 Uhr stand zur Begeisterung aller das Mittagessen in Form von Spaghetti Bolognese auf dem Tisch. Am weiteren Nachmittag folgten Trainingseinheiten drei und vier, in denen die Katas abgeschlossen wurden. Es wurde außerdem weiterhin an den Stationen für den Kinder-Fitness-Test geübt. Ein großes Highlight für die Kids: sie durften sich in einer Stunde selbst einen Parcours ausdenken und gestalten, den sie nacher zu durchlaufen hatten. Die Kinder hatten sehr kreative Einfälle und so war für sie der Parcours eine grandiose Aktion. Da das Wetter abends mitspielte, konnte – wie geplant – gegrillt werden: jeder freute sich über die gegrillten Würstchen im Brötchen mit Ketchup und Senf. Der restliche Abend wurde damit verbracht, in gemütlicher Runde gemeinschaftliche Gesellschaftsspiele – die nach Wunsch mitgebracht wurden – zu spielen.

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Sonntag, 02.10.

Nach einer zweiten Nacht im heimfernen Dojo fiel das Aufstehen allen schon wesentlich schwerer. Doch jetzt war "Zähne zusammenbeißen" angesagt.  Nach einem kräftigem Frühstück ging es los mit dem Zusammenpacken der Schlafsäcke. Zum Abschluss der Aktion standen den Kids noch die acht Stationen des Fitness-Tests bevor. Durch die Motivation der Trainer und das gemeinschaftliche Anfeuern wurde dieser hervorragend absolviert. Gegen 11 Uhr waren Eltern und Geschwisterkinder zur Vorführung eingeladen. So zeigten letztendlich die 30 Kids ihre erlernten Katas. Dafür gab es den belohnenden Beifall. Den Abschluss bildete eine gemeinsamer Sitzkreis der Teilnehmer und Trainer. Die Kinder erhielten einen Feedbackbogen zum Ausfüllen, indem die verschiedenen Programmpunkte mit Schulnoten benotet, aber auch Verbesserungsvorschläge angebracht werden konnten. Das 42-Stunden-Training wurde von den Karate-Kids mit der Gesamtnote 1,3 bewertet, was für die Aktion an sich spricht.

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Fazit

Das 42-Stunden-Training ist eine beliebte und gelungene Aktion, die sich über die Jahre durch die rege Teilnahme der Kinder durchgesetzt und bewährt hat. Die Kinder lernen sich außerhalb des Karate-Trainings besser kennen und knüpfen Freundschaften. Für die Trainer ist es eine ideale Möglichkeit, Trainingsinhalte auch mal intensiver zu vermitteln und Themen durchzunehmen, die im alltäglichen Karate-Training oft zu kurz kommen.

Text: Christopher Mack
Fotos: Peter Klumpp



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